Kommunikationstechnologie
im Dienst am Menschen ist
oberstes Ziel

  1. Der stationäre Bereich
  2. Der ambulate Bereich-und der Hausnot-Ruf

Vorbemerkung

Kommunikationstechnologien und Führungsverhalten ermöglichen neue Organisationsstrukturen. Die Umsetzung dieser These ist zentraler Punkt allen Vorgehens von den Gesellschaftern von Akut-Kliniken-Verwaltungs-GmbH und soll letztlich in einer Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung und Betreuung Kranker, Behinderter und älterer Menschen münden.

1. Der stationäre Bereich

1.1. Know-How aus der Fertigung pp

Es wurden die Kenntnisse von Management und Kybernetik, der Ablauf- und Fertigungssteuerung eines großen Automobilherstellers [1], der zugleich deutschland- und weltweit Reparatur-Niederlassungen vorhält, untersucht, inwieweit eine Transferierbarkeit in den sozialen Bereich stationärer und ambulanter Krankenversorgung möglich ist.

1.2. Amerikanische Hospitäler

Da die US-Krankenhäuser deutschen Krankenhäusern  in der Nutzung  von IT im Gesundheitswesen um etwa  10 bis 12 Jahre  voraus waren, wurde das Know-how von dort nach Deutschland durch uns ( W. Hormann) transferiert und floss so in die Programme von KIS an dem Hospital ein, wo auch der Hausnot-Ruf  entstanden ist.

1.3. Deutsche Lösung

Bei  den amerikanischen Hospitälern  wurde der IT-Einsatz vielfach nur als „Insellösungen“ genutzt.  In Deutschland wurden  die IT-Programme  in dem zuvor erwähnten Hospital  grundsätzlich  unter Beachtung  der Erfahrung aus der deutschen Industrie ( siehe 1.1. ) neu  generiert,  um Redundanzen zu vermeiden  und eine Vernetzung   aller Betriebsbereiche   zu  gewährleisten. Diese Software  ( KIS )  wurde später von der Fa. Boss Bremen  in über 200 Krankenhäusern installiert und wird noch heute  genutzt. Boss  wurde  kürzlich von einer anderen Software-Firma inzwischen  übernommen. ( Siehe: www. akut-klniken.de  .... „das Erreichte.. „ )

1.4. Die Vernetzung

Die Vernetzung  ambulanter  und  stationärer Betreuung im weitesten Sinne  ist weiterhin zentrales Ziel, dem sich alles andere  unterordnen wird;  nach dem Prinzip der dezentralisierten Koordination  und  auch  bezüglich der Betriebsgröße nach  dem aus der kirchlichen Soziallehre bekannten  Subsidiaritätsprinzip und  Prinzip der rechten Ordnung der Dinge.

1.5.  Follow-up  in den USA  1995

Aufgrund einer Einladung aus dem US-Gesundheitsministerium in Washington DC präsentierten wir  unser gesamtes  Konzept der Vernetzung  und diskutierten   mit den Mitarbeitern des Ministeriums  einen  Tag lang.  Danach stellte  das US-Gesundheitsministerium 12 Millionen US-Dollar bereit  und  beauftragte drei  gemeinnützige US-Institute mit der Evaluierung der  erarbeiteten Thesen. Die  Inhalte  unserer  nachstehenden  Tabelle wurden ebenfalls erörtert.  So ist es nicht verwunderlich,  dass gegenwärtig  über 50 %  der  WEB-Besuche aus den  USA erfolgen 

Besonders hervorzuheben sind  und waren die vergleichsweise geringeren  Hospitalkosten je Einwohner  in Deutschland zu denen  in den   USA. Diese  sind  sicherlich  auch auf effiziente Strukturen in der Leitung   zurückzuführen und  sind  sicherlich auch  durch  die   hervorragenden Steuerungsfunktionen der entwickelten  KIS-Programme ermöglicht worden (Siehe auch oben 1.1  und ferner  : .http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/24.1_Hospitalkosten_je_Einwohner.PDF ).

1.6   Vergleich  von  Strukturen und  Kosten der Hospitäler   der   USA und  Deutschland

Vergleich Gesundheitskosten Hospitäler USA zu Deutschland
 Grafiken, präsentiert
1995 im US-Gesundheitsministerium in Washington    [2]
W. Hormann

  

 

 Tab 1
Hospitalbetten
Mitarbeiter
Anzahl Hospitäler
Einwohner
Einwohner je Hospitalbett
Deutschland      ( D )
646.994
1.032.387
2.352
80.000.000
123
USA
1.177.848
4.334.450
6.300
240.000.000
203

  
  Tab 2 Deutschland USA
Betten je Mitarbeiter 0,63 0,27
Leistung in % 130,62 % 43  %

 

In D ist ein Mitarbeiter für 0,63 Betten und in den USA nur für 0,27 Betten tätig. Ein deutscher muss      130 % mehr als ein US Mitarbeiter leisten.   Anders ausgedrückt, ein US-Mitarbeiter leistet  nur 43 % des deutschen Kollegen

 Tab 3

Deutschland  USA
Mitarbeiter je Bett 1,60 3,68
Relation in %  - 57 %   + 130,63 %

 

Dies drückt sich in der anderen Kennziffer Mitarbeiter je Hospitalbett  aus: In D sind 1,6 ( =  (-)57 % weniger als in den USA ) und in den USA 3,68 ( = (+) 130,63 %  mehr als in D) Mitarbeiter für ein belegtes Krankenbett tätig

 

  Tab 4
Deutschland
USA
 Bettenzahl je Hospital im Mittel
275,08   [3]
186,96
Vergleich in %
+ 47 %  höher als in den USA
- 32 % geringer als in D

 

Das Mittel der Bettenzahl je Hospital ist in den USA um rd. 32 % niedriger als in D. Anders ausgedrückt:  In D ist die mittlere Betriebsgröße um 47 % größer als in den USA [4] . Bezogen auf die Untersuchung  niedersächsischer Krankenhäuser und dort Tabelle 2 "Gesamtkosten je belegtem Bett und Jahr" , Spalte 2 , bewegt  sich die  durchschnittlichen Betriebsgröße  US-amerikanischer Hospitäler  im Bereich der  Gruppe  100 - 249 Betten   in der kostenoptimalen Betriebsgröße, während die   enstsprechende  Zahl  bei deutschen Hospitälern  ( 275,08 Betten) im Bereich vn  250 - 399 Betten   ( Spalte 3 , a.a.O.) bewegt und damit á priori um 19 %  höher  als  vergleichbare  us-amerikanische Hospitäler  ist.
Bezogen auf die Zielsetzung  dieser WEB-Seite,  hießen  die daraus zu  ziehenden Schlüsse u.a. : Einmal Anpassen  an die  optimalen Krankenhausbetriebsgrößen  und ferner Ausbau  und Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung   sowie  Vernetzung durch Telemedizin,  unter Einbeziehung der seit  den 1970-er Jahren bestehenden  Zielsetzungen des Haunsnot-Ruf´s  und dies  im Zeichen der Globalisierung  auch via Internet.  
 

[1] Daimler-Benz   AG  
[2] Quellen: Statistisches Bundesamt Wiesbaden 1992, ferner : Monthly Labor Report : march 1991
[3] Siehe: http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/10_Zielgruppenanalyse_Hausnotruf_Krankhaus.pdf

(4)

 http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/24.1_Hospitalkosten_je_Einwohner.PDF,
 
http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/24.3_Kostenvergleich_USA.PDF

http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/24.4_Washington.PDF

http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/24.2_Kosten_je_Berufsgruppe_je_Bett.PDF

 

2)Der ambulate Bereich-und der Hausnot-Ruf

2.1 )Ursprüngliche Ziele...

forumuliert im Forschungsantrag 1977 an den Bundesminister, damals  Volker Hauff, für Forschung und Technologie   in Bonn ( BMFT jetzt BMBF ):

Entwicklung, Errichtung und Erprobung eines technischen Kommunikationssystems ( Hausnot-Ruf) in Arbeitsteilung mit AEG-Telefunken ( Entwicklung der Nachrichtentechnischen Systembausteine) und dem... Hospital ... als Anwender/ Funktionale Entwicklung des Systems und dessen praktische Erprobung) basierend auf der langjährigen, umfangreichen Tätigkeit in diesem Bereich, Verbessern der Sozialen Dienste durch gesteigerte Effektivität. Schaffung von Sicherheit und damit Wiedermobilisierung der Familie zur Selbsthilfe. Subsidiäre Unterstützung mit verbesserten technischen Kommunikationsmitteln. Optimierung der Arbeitsbedingungen karitativer Hilfsorganisationen sowie Erleichtern und verbessern der Nachbarschaftshilfe“.

Weitere Ziele waren und sind in wie folgt :

  • Sozialer Kommunikationshelfer  und -Tansformator sein
  • Bildung sozialer , subsidiär tätig werdender Hilfsgruppe um den einzelnen Hausnot-Ruf-Posten herum und damit
  • Stärkung der Selbsthilfe
  • Subsidiäre Übernahme von Teilfunktionen der schwindenden, aber früher vorherrschenden Grossfamilie durch Nachbarn und andere
  • Organisation/ Koordination der Hilfen des / der zu Betreuenden u.a. unter Beachtung des Prinzips der dezentralisierten Koordination
    • In medizinischer
    • Pflegerischer / gerontologischer
    • Sozialer seelsorglicher Hinsicht pp.
    • Sonstiger Dienstleistungen pp.
  • Beseitigung bestehenden medizinischen und sozialen Betreuungsgefälles zwischen der Stadt und den ländlichen Bereichen
  • Zu betreuende Gruppen
    • Temporär und chronisch Kranke
    • Kinder und Säuglinge
    • Ältere , allein- und dezentral Lebende 
    •  Behinderte
  • Betreuungsformen ( qualitativ , quantitativ ) ; sozialpsychologische Grundbedingungen
    • Die Betreuungsform muss persönliche Kontakte dauerhaft und verlässlich ermöglichen. Nur so wird die zwingend notwendige Situation möglicht, die Voraussetzung für die Schaffung eines Betreuungsklimas, ähnlich wie das Urvertrauen in der einer Grossfamilie, ist.
    • Vertrauen schaffen durch flächendeckende personale persönliche Betreuung.
    • Verfügen über lokale Kenntnisse und technischer Ortungssysteme
    • Hilfe bei der Archivierung von Krankengeschichten und Unterlagen zur Familiendynamik über einen längeren Betreuungszeitraum, permanente Aktualisierung dieser Daten, um Hilfe gezielt zu koordinieren ( Video-Konferenzfähigkeit muss parallel über Internet durchführbar sein – z.B.). Datenaustausch mit Ärzten oder Krankenhaus und Herstellen eines Kommunikationsverbundes per Internet, permanente Aktualisierung aller persönlicher und medizinischer Fakten.
    • Die Hausnot-Ruf-Zentralen mit lokalem Bezug müssen in der aktuellen Zeit von 5,30 Uhr bis 22,00 Uhr erreichbar sein. Nachts können sie hingegen die Notschaltungen auf überregionale Zentralen oder im Kooperationsverbund ermöglichen.
    • Moderne Hausnot-Ruf-Geräte und -Zentralen verfügen über Selektionsmechanismen und Schaltungen (Prioritätsschaltungen), wonach von Risikopatienten ausgelöste Notrufe sofort behandelt werden, während die  anderen Notrufe vorübergehend automatisch in eine Warteschleife gestellt werden, und danach dann chronologisch abgearbeitet oder an überregionale , nachgeschaltete Hausnot-Ruf-Zentralen ( in Kooperation) weitergeleitet.
    • Um Synergien zu nutzen, kann diese Abwicklung durchaus im Time-Sharing und auf regionaler Basis geschehen, ohne das es zur Konkurrenz unter der Betreibern kommt.

Die wichtigsten medizinischen Indikationen / Behinderungen, die bereits 1980 berücksichtigt werden:

  • Sehbehinderung ( Voll- oder Teilerblindung)
  • Hörschädigungen
  • Parkinson
  • Chronische weitere Erkrankungen
  • Multiple Sklerose
  • Lähmung / Gehunfähigkeit
  • Diabetes und Bluthochdruck
  • Herzkreislauferkrankungen
  • Atemwegserkrankungen/ Asthma pp.
  • Rheuma
  • Schlafstörungen
  • Alte Menschen mit ganz typischen altersbedingten Erkrankungen

 

Indikation nach Lebenssituation / Familienstand:

  • Kinder und Säuglinge
  • Alte Mensche
  • Alleinlebend
  • Bei Verwandten / in Wohngemeinschaft lebend
  •  Verheiratet
  •  Wohngemeinschaften auch z.B. des Betreuten-Wohnens (subsidiäre Hilfe anbietend)

Kooperations- und Einsatzformen mit weiteren Gruppierungen  der ambulanten Versorgung

  • Hausärzten und niedergelassenen Ärzten
  • Doctors-Buildings
  • Krankenhäusern
  • Pflegediensten und Sozialstationen und Sozialbehörden

 

2.2.   Ältere Menschen kümmern sich anderen Alte
 
Bereits 1985 wurde in dem Bericht zum Forschungsvorhaben Hausnot-Ruf, von W. Hormann [1],[2], auf die Problematik des Älterwerdens der Menschen   und ihre zunehmende Mobilität und Aktivität im Alter     hingewiesen und eine entsprechende Übersetzung des   Newsweek-Magazins vom 28.02.1977 „ The Graying of Amerika“   beigefügt.
 
Danach waren im Jahre 1900 70 % der über 65-jährigen   amerikanischen Männer   berufstätig. 1960 ist diese Zahl auf 35 % abgesunken und seitdem noch weiter auf   20 %. Es wird die Frage aufgeworfen, warum dieses Problem nicht die Antwort in sich selber birgt, warum sich nicht alte Menschen um andere alte Menschen kümmern können.

Ältere haben auch oft besseres Verständnis für die Probleme anderer Älterer

2.3 My Home is my Hospital;           die Chancen der Kirchen und der  Wohlfahrtsorganisationen
 
 
Ein subsidiäres Tätigwerden ist möglich und eine solche   Forderung ohne große Probleme erfüllbar. Der Hausnot-Ruf ermöglicht das mit seiner Kommunikationstechnologie und künftig verfügbaren technischen Strukturen         ( biomedizinischer Sensorik und der Telemedizin, dem Telemonitorring pp)   mit Internetanbindung   und kontrollierten wie abgesicherten Zugriffsmöglichkeiten    auf betreffende Patientenakten der entsprechenden Krankenhäuser.   Daneben sind  noch ergänzende      personelle Ressourcen der ambulanten Pflegedienste bei den freigemeinnützigen und privaten Organisationen wie auch in den Familienverbunden verfüg- und abrufbar. 
 
Der Grundsatz muß heißen: Soviel stationär wie nötig, soviel ambulant wie möglich. Vielleicht gelingt es    den Kirchen   und    Wohlfahrtsorganisationen tatsächlich durch aktives soziales Tun, den Menschen einen Teil jenes   Urvertrauens zurückzugeben, das notwendig   mit dem Schwinden der Großfamilie abnahm und geringer wurde. Die Menschen erwarten dies.


[1]( s. WEB-Seite : www. akut-Kliniken.de   und dort den Literatur Anhang , Nr. 09, Seite 27 , Absatz 6 und 7    des Berichtes sowie dazugehörige   Anlage 8 „ The Graying of Amerika“, ein Newsweek-Artikel von 1977,  

http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/09_Erfahrungsbericht_1984-Forschung_Hausnotruf_1979-1983.PDF

[2] Siehw WEB-Seite: www.akut-kliniken.de ; Literatur-Anhang Nr. 26 ff.

   http://www.akut-kliniken.de/UserFiles/File/26_Neue_ambulante_u_stationäre_Betreung_Fuhrungskonzepte_.pdf