Neue Strukturen im Gesundheitswesen.
Neue interaktive und bezahlbare Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen sowie in der Seniorenbetreuung
in unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung....
unter Berücksichtigung des „Prinzips der rechten Ordnung der Dinge“, eingebunden in ein Wertekonzept [1]), unter Zuhilfenahme der fortschrittlichen Führungs- und Managementverhaltens und der neuesten Kommunikationstechnologien. Nachstehend am Beispiel über die Entstehung und die Hintergründe des Hausnotrufes von 1970 bis 2006 dargestellt.
Dabei geht es insbesondere um die Einbindung in ein gesundheitliches Gesamtkonzept. Der Hausnot-Ruf entlastet allein die deutsche Volkswirtschaft jährlich mit schätzungsweise 5 Milliarden Euro und damit das Gesundheitswesen finanziell und personell. [2]).
Seit seiner 1970 begonnenen Konzipierung und systematischen bundesweiten Einführung ab 1980, sind allein in Deutschland in der ambulanten Betreuung rd. 170.000 und in den Hausnotruf-Zentralen rd. 4000 Arbeitsplätze geschaffen worden
Weltweit sind seit 1980, nach Angaben der Hersteller, ca. 7 Millionen Geräte produziert und verkauft worden, von denen etwa 5 Millionen im täglichen Einsatz sind. [3]
Da Gesundheitsversorgung immer flächenmäßig zu erfolgen hat ( Flächenversorgung ist), gelten auch die wirtschaftlichen Regeln der Standortbestimmung entsprechend.
So demonstriert ja beispielhaft bundesweit die Lebensmittelindustrie einen Strukturwandel, in den Städten, hin zu deren Rändern, und der sich bis in die ländlichen Regionen ausdehnt. Salopp formuliert, weg von großen Zentren in den Städten, hin zu kleineren flächendeckend eröffneten Märkten, bis in die ländlichen Regionen. (Siehe auch Literaturanhang Nr. 14 , ... amerikanische Krankenhäuser... Prof. Dr. Hau )
Weniger Unternehmens-(Konzern)-strukturen mit großen konzentrischen Lokationen an zentraler Stelle, wie von den Firmen z.B "Karstadt" bekannt, dafür mehr zu kleineren, leistungsfähigen beweglichen und vernetzten Lokationen und damit gleichmässig flächendeckende Strukturen, ähnlich denen, wie sie die Firmen "Aldi" u.a. gewählt haben. Beide genannten Firmen werden hier deshalb angeführt, weil sie beide bundesweite Versorgungssysteme in unterschiedlichen Betriebsgrößen vorhalten, und natürlich mit unterschiedlichem Leistungsangeboten.
Ähnlich strategische Überlegungen gelten auch für das Gesundheitswesen, bei Anwendung wirtschaftlicher und sozialpsychologischer Standortfaktoren, [4]). Der Trend zu grossen Krankenhäusern und andere grosse Zentren erfüllt nicht die flächendeckende Aufgabe des Gesundheitssystems. Dann ist möglicherweise eine flächendeckende Grundversorgung nicht mehr gewährleistet. Hier bieten sich die neuen Strukturen nahezu an, die mit der Konzipierung des Hausnot-Ruf seit 1970 angestrebt wurden.
![]() |
Folgerung:
Ein weiterer Ausbau bzw. Integration des Hausnot-Ruf in das gesamte Gesundheits-Versorgungssystem, so wie er ja ursprünglich konzipiert und angelegt wurde, kann der Schlüssel zu neuen Versorgungsstrukturen sein. In Kombination mit Arztpraxen, Krankenhäusern, Wohngemeinschaften und Einzelwohnungen ergeben sich völlig neue flächendeckende, interaktive Versorgungsstrukturen ( Versorgungs-Netz) , wie sie in anderen Ländern auch schon umgesetzt werden. Das ganze Netz ist kostengünstiger als das bisherige Gesundheitssystem mit seiner noch relative starren Struktur zu betreiben, weil ja im wesentlichen zu marginalen Kosten, d.h. mit geringen Fixkosten, gearbeitet werden kann.
Die sicherlich auch notwendigen zentralen Strukturen mit ihren hochspezialiserten Versorgunssystemen, etwa Krankenhäuser der Zentralversorgung, müssen durchlässig sein, um ein flächendeckendes Versorgungssystem zu ermmöglichen.
Es kann so, unter diesen Aspekten, mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologien und Logistiksysteme flächendeckend eine, stärker als bisher dezentralisierte, qualitativ hochwertige und sichere medizinische, pflegerische Betreuung zu Hause erfolgen. Die personellen, organisatorischen und kommunikationstechnologischen Voraussetzungen ( Siehe Seite "Technisches Konzept ") sind seit vielen Jahren in Deutschland vorhanden.
Berliner Chefärzte formulierten kürzlich, vor allem vor sozialpsychologischem Hintergrund den Satz, dem sich der Hausnot-Ruf seit den 1970er Jahren verschrieben hat:
„My home is my hospital“
![]() |
| Mit "Karstadt"- oder "Aldi"-Prinzip sind in der obigen Abbildung beispielhaft lediglich deren, allen Bürgern bekannten, Konzernstrukturen gemeint, mit welchen diese Unternehmen am Wirtschaftsleben in Deutschland teilnehmen. Jedes für sich, hat seine Berechtigung. |
Neue Strukturen durch den Hausnot-Ruf in Österreich und in Dänemark 1980
Der Hausnot-Ruf und die neuen Gesundheitsstrukturen sind in anderen Ländern Europas und den USA schon weit vorangeschritten. 1980 kam u.a. als erste staatlich Institution der dänische Postverein nach Wilhelmshaven, um sich auf den Inseln Wagerooge und Helgoland einen Hausnot-Ruf im praktischen Einsatz anzusehen und die Nutzer zu befragen. Den Dänen war damals schon klar, dass man in dem dünn besiedelten Dänemark mehr mit dem Hausnot-Ruf machen könne. Es gäbe viele alleinliegende Häuser. Diese könnten einmal aus sozialpsychologischen, medizinischen Gründen aber auch sonstigen Gründen an das interaktive Kommunikationsnetz Hausnot-Ruf angeschlossen werden.
![]() |
| Die Hausnot-Ruf-Zentrale ( obiges Bild zeigt den weltweit ersten Prototypen einer Hausnot-Ruf-Zentrale um 1979/ 1980 in Wilhelmshaven ) kann über eine im System eingebaute Fernwirktechnologie ein Sicherheitsbereich zugänglich machen und diesen auch überwachen, Zugänge ( Türen ) entriegeln und den Zugang kontrollieren. Die Fernwirktechnologie ist zwingend notwendig, um eine einwandfrei störungs - und rückkopplungsfreie Unterhaltung zu steuern. Sie ist aber nur erst dann möglich, wenn zuvor ein Notruf vom Teilnehmer/ Nutzer oder Patienten ausgelöst wurde. Diese technischen Lösungen wurden auf Anraten der Kriminalpolizei eingebaut. Ein nicht löschbares elektronisches Logbuch zeichnet dabei aus Sicherheitsgründen alle verbalen und technischen Aktivitäten auf Diese Aufzeichnungen werden datengeschützt und gesondert aufbewahrt und sind normalerweise vom Bedienpersonal nicht löschbar. |
Besonders interessiert waren die Dänen an der “Fernwirktechnologie”, die die ersten Hausnot-Ruf-geräte ausführen konnten. “ Man habe so viele alleinliegende Häuser, die man anschließen könne, um einmal an ein Notrufsystem angeschlossen zu sein, aber auch, um rechtzeitig über Fernwirktechnologie die Heizung anzuschalten, Sicherheitskontrollen durchzuführen und ähnliches.
Es liegt daher nahe, dass sich gegenwärtig und in weiterer Zukunft vor dem Hintergrund der sozialen Migration zwangsläufig neue Strukturen ergeben, die die Länder zum Reagieren zwingen. Die Dänen habe dies schon 1980/ 1981 schnell erkannt.
Deshalb wird sich die Entwicklung so fortsetzten, wie sie auf den nachstehenden Abbildung zu sehen ist.
[1] Einem Wertekonzept aus der modernen Erkenntnistheorie, der Naturphilosophie, Sozialpsychologie Soziallehre pp..
[2] Literaturhinweis Nr. 1, Hausnot-Ruf entlastet das Gesundheitswesen finanziell und personell
[3] Literaturhinweis Nr. 22 und 23, Grafiken je Hausnotruf 1973 und 2006
[4] Literaturhinweis Nr. 10, Analyse zur Einführung des Hausnot-Ruf, Zielgruppenanalyse 1975, Ermittlung kostenoptimaler Krankenhausbetriebsgröße
![]() |
| Flächendeckende Reformen im Gesundheitswesen können sich eigentlich nur in diese interaktive Richtung bewegen, dabei sich an dem komplexen System entsprechend der obigen Grafik orientieren. Alles andere ist nicht von langer Dauer. Die einzelnen Dienstleister und Teilnehmer am System steuern sich, ähnlich einer innerbetrieblichen Profitcenter-Organisation, selbst. Aus kybernetischen und volkswirtschaftlichen Gründen notwendige Marktmechanismen, und damit Mengenregulierungen, greifen nur, wenn gewisse Ressourcen ( qualitativ, quantitativ und pekuniär ) beschränkt sind, ohne dass das "Prinzip der rechten Ordnung der Dinge" oder gar das "Solidarprinzip" in Frage gestellt werden. |



