Die technische Konzeption des Hausnot-Rufs ...

 

geht davon aus, alle vorhandenen Ressourcen der Nachrichtentechnologie, des Fernmeldewesens und der Satellitentechnik zu nutzen.

  1. Das System muss auch dann noch funktionieren, wenn an beiden Seiten des Kommunikationsweges, im nachstehenden Schaubild Bereich A , in der Wohnung des zu Betreuenden , und Bereich C , in der Hausnot-Ruf-Zentrale, aus verschiedenen Gründen nicht mehr reagiert werden kann ( z.B. Bewusstlosigkeit pp. ).
  2. Der „Funkfinger“ ( Spalte A ) muss so konstruiert sein, dass er einmal durch dicke Betonwände hindurchwirkt, zum anderen sich die Funkfrequenz in einem sicheren exklusiven Bereich bewegt, um keinen Störungen u.a. durch Fehlalarmen ausgesetzt zu sein.
  3. Der Hausnot- Ruf-Posten ist so ausgelegt, dass er Sendesignale mehrerer Funkfinger empfangen kann. ( Wenn mehrere Personen einen Hausnot-Ruf-Posten benutzen, um die Kosten niedrig zu halten, oder aber z.B.die Wohnung über unterschiedliche Etagen eines Hauses verteilt ist, wie z.B. bei Reihenhäusern). Die Hausnot-Ruf-Zentrale ( Spalte C ) kann dieses differenzieren; sie kann die Person, die einen Ruf auslöste, identifizieren. Diese Anforderungen erfüllten bereits die 1980 vorgestellte Zentrale ( Spalte C ) und die Hausnot-Ruf-Posten ( Spalte A )
  4. Das System muss ferner bei Stromausfall ( insbesondere im Bereich A ) voll funktionsfähig sein, also einen Akku besitzen oder über einen solchen durch nachträgliche Adaption verfügen.
  5. Durch die Fernwirktechnologie muss im Notfall ein Entriegeln der Wohnungstür ( im Bereich A ), ausgelöst von der Hausnot-Ruf-Zentrale ( Bereich C ), möglich sein. Es wurde von Zeiss-Ikon und BKS das sogenannten Wilhelmshavener-Sicherheitsschloss entwickelt. Es ist aber auch möglich, Türschlösser mit zwei Schließzylindern in eine Wohnungstür zu installieren. D. h., es existieren zwei Generalschließsysteme in einem Schloss:

  6.           • Einmal das System der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, also der    normale Zugang zur Wohnungstür. 
              • Zum anderen wird ein zweiter General-Schlüssel für den zweiten Schließzylinder gegen Sicherheitsschein dem entsprechenden Rettungsdienst/ Ärzten/ Pflegediensten pp. überlassen.

    Diese Regelung ist simpel und eine Schlüsselgebühr braucht nicht entrichtet zu werden.
    (Auf Wunsch und Anfrage per Email, können weitere Informationen gern zur Verfügung gestellt werden)
  7. Das Übertragen biomedizinischer Daten muss möglich sein, ( von A nach C ),und die Hausnot-Ruf-Zentrale muss damit etwas anfangen können. D.h., der Kommunikationsumfang geht sowohl ins Medizinische wie auch ins Pflegerische, hat also komplexere Qualität. Es muss dabei aus verschiedensten Gründen, die an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden sollen, ein regionaler Bezug bestehen bleiben. Im Stationären Bereich käme man auch nicht auf die Idee, eine Kommunikationszentrale für Intensivstationen aller Krankenhäuser z.B. für ganz Niedersachen, an zentraler Stelle zu installieren.

Die obige Abbildung  erläutert das technische Schema des Hausnot-Ruf. Im Bereich A erfolgt die Verknüpfung der Medien Funk (Funkfinger genannt) und Draht (Fernsprechnetz)   ( Siehe diese WEB-Seite:  Literatur / Veröffentlichungen: .. .   Nr. 28 )

Im Bereich A verknüpft sich das Medium Funk  ( durch den Funkfinger)  mit dem Medium Draht ( dem Fernsprechnetz). Erst durch  deren Verknüpfung  kann  mit der Hausnot-Ruf-Zentrale kommuniziert werden; denn  die Hausnot-Ruf-Zentrale  verfügt über eine, gesonderte,  nicht  über das normale Fernsprechnetz anwählbare, Telefon-Nummer.

  • Da das  Öffentliche Fernsprechnetz sowohl  aus terristischen  ( Draht, Glasfaser, Handy- und Richtfunk)  sowie aus orbitalen Übertragungswegen ( Satellitentechnik) besteht, zeigt sich damit, wie  universell, interaktiv und global das Hausnot-Ruf-System  von 1970 bis letztlich 1980  ausgelegt und geplant wurde.   Diese Universalität  hat ja letztlich auch, ausgehend von Deutschland ,  zu seiner  schnellen weltweiten Verbreitung geführt.
  • Wichtig ist allerdings, das die Hausnot-Ruf-Zentralen   so dimensioniert sind, dass sich zwischen dem Nutzer, dem Patienten  einerseits  und den Mitarbeitern  der Hausnot-Ruf-Zentrale  andererseits  eine soziale Beziehungsebene, eine Art Vertrauen, ähnlich dem Urvertrauen,   entwickelt.  Dieses Vertrauensverhältnis  ist für die Beurteilung einer Krisensituation  sehr hilfsreich und entscheidend. Ferner baut  es  bei den Nutzern, Patienten  und Kindern Ängste ab,

Diese wichtige soziale Komponente  wird allerdings   in Deutschland unterschätzt.   Deshalb haben sich hier nahezu  überwiegend  Call-Zenter  etabliert. Sie vermögen  allein aus Zeitgründen  keine  ausreichenden sozialen  Beziehungen, über welche  auch medizinische,  pflegerische  und  psychlogische  Probleme  kommuniziert  und gelöst werden, aufzubauen.  

Der Hausnot-Ruf-Posten  ( Bereich A , HTS 785 ..)  ist  auch in der Lage, drahtgebundene Meldungen, durch eine "abesetzte Bedien-"Taste"

  • eine "abgesetztes Bedien-Taste " entegenzunehmen. Dies  ist  zum Beispiel  notwendig, wenn  ein Patient  an ein  medizinisches  Überwachungsgerät  angeschlossen ist.  Aber auch in bestimmten Bereichen   der Wohnung oder des Grunstückes kann   über eine solche  Taste, die direkt mittels Draht mit dem Hausnot-Ruf-Posten verbunden ist,  ein  Alarm oder   eine  gezielte Meldung,  ausgelöst werden. 

  • Ein  "abgesetztes  Bedienteil" , das genau so aussieht,  wie die   vordere Seite  eines Hausnot-Ruf-Postens,  aber nur sehr viel kürzer ist,  kann ,  in  jedes Zimmer einer Wohnung  oder  Hauses,  mit einfachem Kabel  verlegt werden.  Von ihm können alle Funktionen ausgelöst und  durchgeführt  werden, wie  direkt  über den  eigentlichen Hausnot-Ruf-Posten. 

 Damit ist ein Höchstmaß an  Sicherheit und Flexibilität gegeben. Bei verschachteltem Wohnungsgrundriss  kann über  ein einzelnes Hausnsot-Ruf-Gerät in einer Wohnung  nicht   zur genügenden  und sicheren   verbalen, also freisprechenden  Kommunikation  beitragen. 

Das  nebenstehende  Foto  zeigt eine solche " abgesetzte"  Bedien-"Taste", die  direkt  mit dem Gerät verbunden ist. In der Hausnot-Ruf-Zentrale   kann genau gesehen  werden,  wo   in der Wohnung oder dem Grunstück ein Alarm ausgelöst wurde, weil das dort hinterlegt ist.  

 
Ein anderes, nachstehend abgebildetes Schaubild zeigt die die Dimensionen und die Verknüpfungsmöglichkeiten auf, die sich bei Nutzung des Fernsprechnetzes auftun.

Anlässlich des internationalen Symposiums Hausnotruf 1980 in Wilhelmshaven wurde die obige Abbildung angefertigt, zum Verdeutlichen der Funktionsabläufe, sowohl für die Symposiumsteilnehmer wie auch für die Teilnehmer von den Print- und elektronischen Medien (Rundfunk und Fernsehen). Das Original hing dann noch viele Jahre auf einem Krankenhausflur in Wilhelmshaven.

 

Mit geringem Zeitaufwand ist ein Hausnot-Ruf-Posten installiert, und  in wenigen Stunden ist eine Wohnung  mit zusätzlichen technischen Komponenten ausrüstbar. Neben dem eigentlichen Hausnot-Ruf-Posten, mit seinem dazugehörigen Funksensor ( Funkfinger), können weitere notwendige zusätzliche Ergänzungsteile genutzt werden, wie eine drahtgebundenen „Notruftaste“, die aufleuchtet und mit einen "Quittungston" gibt ( optische Signale für Hörgeschädigte, akustische für Sehgeschädigte ), wenn der Not- Ruf angekommen ist. Und auch ein drathgebundenes „ abgesetztes Bedienelement“ ( ähnlich einer verkürzten Ausgabe eine Hausnot-Ruf-Postens, über das aber alle Funktionen des eigentlichen Hausnot-Ruf-Postens abgewickelt werden können) gehört dazu. So ist verbale Kommunikation mit der Hausnot-Ruf-Zentrale gleich von mehreren Stellen aus einer Wohnung möglich. ( multiple Nutzung)

Da auch biomedizinische Daten vom Hausnot-Ruf erfass- und übertragbar sind, ist in kurzer Zeit aus der Wohnung eine „Mini-Krankenstation“ zu machen, die für Langzeit- und chronisch Kranke geeignet sein kann.

Das entspricht auch der ursprünglichen Konzeption, entwickelt  in  den Jahren von 1970 bis 1980, wie sie abschliessend  auf dem Symposium 1980 vorgestellt wurde.

 

Die nachstehenden beiden   Abbildungen,  mit  etwas älterem Datum,  zeigen einmal die Abbildungen "abgesetzter Ergänzungsteile - Bedienteile" und ferner das Schema einer parallelen ( multiplen Nutzung ) technischen Betreuungsmöglichkeit am Grundriss einer Wohnung.  Die elektronische Bauelemente  sind  inzwischen  kleiner und   handlicher geworden, aber  an den eigentlichen Funktionen des Hausnot-Ruf-Systems  hat sich nichts geändert. Die Fotos wurden  gemeinsam  von AEG / St.W/ Hormann   in Wilhelmshaven  angefertigt.